Kurzgeschichten - Übersicht

Im folgenden finden Sie einige Kurzgeschichten von Cleo Schneider.

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Das Klassentreffen

Seit bestimmt einer halben Stunde starrte Kerstin auf das leere Display ihres Laptops. Längst waren die Email und das angefügte Foto durch fliegende Fenster weggewischt.

Seit einem viertel Jahrhundert hatte Kerstin diese Menschen nicht mehr gesehen. Jetzt bekam sie eine Einladung zum 25jährigen Klassentreffen. Woher hatten sie überhaupt ihre Adresse? Über Facebook? Kerstin gab zwar nie alle Daten preis, vorhanden war sie aber schon in den zahlreichen sozialen Netzwerken. Sie mochte diese Netze. Es waren für sie Sicherheitsnetze vor zu viel Einsamkeit. Gaben sie ihr doch immer das Gefühl, dass da draußen jemand ist. Sicher, diesen „Jemand“ würde sie im wahren Leben nicht unbedingt „Freund“ nennen, aber es waren eben doch Menschen, die sie kannte und irgendwie auch nett fand. Doch die Tatsache, dass sie nun ungefragt diese Einladung bekam, änderte etwas an dieser Wahrnehmung. Waren die Netze nicht doch eher wie Schleppnetze im Datenteich? Und nun war sie wie ein schmaler Hering gefangen und entdeckt? Nicht, dass sie sich aktiv versteckt hätte, sie hatte die Möglichkeit, dass sich eines Tages einer ihrer Mitschüler melden könnte, überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Vor etwas, mit dem man nicht rechnet, kann man sich auch nicht verstecken. Und nun war es zu spät. Sie hatten sie gefunden. ...zur Fortsetzung bitte hier klicken und die ganze Geschichte als PDF lesen.

 


Der Goldfisch

Vor dem Fenster des Zimmers 25-9 zogen Wolken vorbei. Adalbert vergaß das Protokoll, an dem er tippte, er vergaß das Meeting davor, vergaß die Kollegen um sich herum.

Vor dem Fenster zogen viele verschiedene Wolken vorbei. Da waren natürlich Schäfchen, ein Pferd, auch ein Drache, haufenweise Zuckerwatte und dann – dann kam da plötzlich ein Goldfischglas angeschwebt. Darin saß ein einziger Goldfisch. Er schwamm im Kreis um eine dreiblättrige Pflanze und zählte dabei immer wieder von neuem die zwei Muscheln, die jemand im Wasser versenkt hatte. „Ach ist das öde“, dachte der Goldfisch. ...zur Fortsetzung bitte hier klicken und die ganze Geschichte als PDF lesen.

 


Die Erkenntnis

Ich bin auf der Heimreise. Und da, mitten auf dem Moskauer Flughafen, kurz vor dem Abflug überrascht mich diese Erkenntnis! Sie trifft mich so, wie ein Schneeball aus heiterem Himmel einen in den Magen treffen kann.

Aus Langeweile bummele ich durch die Halle, vorbei an den Souvenirläden. An Nadja will ich jetzt lieber nicht denken, die Erinnerung verunsichert mich, ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Deshalb versuche ich, die Flut der inneren Bilder durch das Flughafengewimmel zu ertränken.

In einer Vitrine stehen Matrjoschkas, schön rund und bunt bemalt. Genauso war Nadja gekleidet, als ich sie das erste Mal sah. (Nein, das Gedanken abschütteln funktioniert wohl nicht.) Sie war genauso bunt angezogen und etwas grell geschminkt, eben fremd und exotisch. Verschmitzt lächelte sie mir zu, ...zur Fortsetzung bitte hier klicken und die ganze Geschichte als PDF lesen.

 


Der Ring

Mittwoch, 21. November 2007

 Mathilde Geißmar war zornig. So zornig wie schon seit 50 Jahren nicht mehr. Paul, ihr Gatte, war wie jeden Mittwoch aus gewesen. Und wieder kam er mit diesem fremden Geruch und völlig verstrubbelten Haaren nach Hause. Doch so merkwürdig wie heute, hatte er sich noch nie benommen. Er ging wortlos in die Küche und nahm sich betont unauffällig eine Tasse des frisch gebrühten Tees. Damit setzte er sich in seinen Sessel und griff nach der Zeitung. Mathilde wusste: Da stimmt was nicht! Nur was es war, dass wusste sie nicht. ....zur Fortsetzung bitte hier klicken und die ganze Geschichte als PDF lesen.


Kamikaze - Eine Schneckengeschichte

Ach Liebste, es war doch so ein wunderschöner Mai Morgen. Die Sonne war bereits so hoch, dass sie unsere Haut wärmte, doch das Gras war noch wunderbar feucht und die Tautropfen glitzerten. In bester Laune wollten wir uns zu unserem Frühstück begeben. Löwenzahn, allerfeinste Sorte. Nur wuchs er leider auf der anderen Seite des Weges. Wir rasten los, schoben uns im Eiltempo über den Asphalt. Und dann passierte es. Lautlos surrte das Monster heran, zwei Räder, viel Metall und vor allem unheimlich schwer. Viel zu schwer für deinen kleinen weichen Körper. Auch das Fitnesstraining hat dir nicht geholfen. Breitgewalzt, zerquetscht lagst Du,  meine Liebste da. Nie wieder würdest du mit mir Löwenzahn fressen, nie wieder würden wir unsere Leiber aneinander schmiegen und von unseren Kinderchen träumen, nie wieder..., ach ich kann nicht mehr darüber nachdenken.

Rache! Solch ein Mord schreit geradezu nach Rache. Doch wie soll ich kleines weiches Schnecklein meine Liebste rächen? ....zur Fortsetzung bitte hier klicken und die ganze Geschichte als PDF lesen.


 

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Stand: 19. Mai 2012.